📌Lesung und Gespräch: Christina Clemm "Ein ungehaltenes Plädoyer"
Nacheinander erheben sie sich. Die Vertreter*innen der Staatsanwaltschaft, die Nebenklagevertreter*innen, die Verteidiger*innen. Sie halten ihre Plädoyers. Christina Clemm ist Familienrechtlerin und Strafverteidigerin und hat unzählige Male für die Wahrheit der Opfer gestritten, im Namen von Angehörigen, Misshandelten, Verkauften, Vergewaltigten für Gerechtigkeit gekämpft. Und sie ist sich sicher: Das, was in den Gerichtssälen geschieht, geht uns alle an. Jeder Fall berührt zentrale gesellschaftliche Fragen – zu Rassismus, Sexismus, Migration, Hass, Wut, Trauer, Schuld, Bestrafung –, die weit über unser Rechtssystem hinausreichen. In diesem sehr persönlichen Plädoyer nimmt Christina Clemm uns mit in die Verhandlung und zeigt, wo wir als Gesellschaft versagen – und wie eine solidarische und gerechte Zukunft möglich ist. Christina Clemm ist Rechtsanwältin für Straf-und Familienrecht in Berlin. Seit fast dreißig Jahren vertritt sie Opfer geschlechtsspezifischer und rassistisch motivierter Gewalt. 2020 erschien ihr Buch "Akteneinsicht – Geschichten von Frauen und Gewalt", zuletzt ihre Streitschrift "Gegen Frauenhass" bei Hanser Berlin (2023). In Kooperation mit Yarrow Global Consulting gGmb, Zonta Club Karlsruhe, Gleichstellungsbeauftragte Karlsruhe und Gleichstellungsbeauftragte des Landkreis Karlsruhe. . Zielgruppe: alle Interessierten Eintritt: kostenfrei, die Anzahl der Plätze ist begrenzt. Ort: Zentralbibliothek im Neuen Ständehaus, Lesecafé im EG Foto: Christian Werner , Cover: Hanser Literaturverlag