📚🤝“Wendezeiten und Zeitenwende” – Demokratie-Abend mit Joachim Bitterlich
Als im November 1989 die Berliner Mauer fiel, saß Joachim Bitterlich an einer zentralen Schaltstelle. Zunächst als europapolitischer Berater, dann auch als diplomatischer und Sicherheits-Berater begleitete er den damaligen Bundeskanzler Helmut Kohl bei Verhandlungen über die Wiedervereinigung Deutschlands und die Neuordnung Europas nach dem Ende des Kalten Krieges. Diese historische Umbruchzeit hat Joachim Bitterlich nicht nur beobachtet, sondern mitgestaltet – im persönlichen Kontakt mit Staatschefs wie Michail Gorbatschow, George Bush, Margaret Thatcher und François Mitterrand. Anschließend war er unter anderem Botschafter der Bundesrepublik Deutschland bei der NATO und in Spanien. Er ist bis heute ein gefragter Experte für internationalen Beziehungen in Europa und der Welt.
Bundeskanzler Helmut Kohl (r.), Ministerialdirektor Joachim Bitterlich (Mitte) und Klaus Kinkel, Bundesminister des Auswärtigen (l.) im Gespräch am Rande der Konferenz der Staats- und Regierungschefs des Europäischen Rates. Erstellt wird bei dem Gipfeltreffen ein Rahmenplan zur Bekämpfung der Rinderseuche BSE, der eine graduelle Lockerung des Exportverbotes von britischem Rindfleich vorsieht.
Seinen Erfahrungsschatz und seine Einschätzungen zur aktuellen außenpolitischen Lage in Europa wird Professor Joachim Bitterlich demnächst bei einer Veranstaltung in der Region Bruchsal teilen: „Wendezeiten und Zeitenwende – Brüche und Verwerfungen der europäischen und internationalen Entwicklung von der Wiedervereinigung bis hin zu den aktuellen Konflikten“ – so der Titel des Demokratieabends, der am Mittwoch, 14. Oktober 2026, um 19 Uhr (Einlass 18:30 Uhr), in der Zehntscheuer 1737 stattfindet, dem denkmalgeschützten Bürgersaal in Karlsdorf-Neuthard (Kronenstraße 1). Organisatoren sind die Bürgerstiftung Karlsdorf-Neuthard e. V. und die Kreisgruppe Mittlerer Oberrhein des Verbands der Reservisten der Deutschen Bundeswehr e. V.
Joachim Bitterlichs Zeitzeugenbericht gibt Einblick in die Kulissen der Bonner Regierungszentrale seit 1989/90 und spannt den Bogen zur Gegenwart: Was lässt sich aus der „Wende“ von damals für die heutige „Zeitenwende“ in Europa lernen – für Sicherheit, Zusammenhalt und die Zukunft der europäischen Idee? Anschließend bekommen die Teilnehmenden aus dem Publikum die Möglichkeit, Fragen zu stellen.
Der Eintritt für die Veranstaltung ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Einlass zur Veranstaltung wird um 18:30 Uhr sein.