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📌where resistance dies

Datum: 18.07.2026
Zeit: 21:00
Ort: Alter Schlachthof Pförtnerhäuschen
Veranstalter: productions performing arts
Link: https://kalender.karlsruhe.de/db/termine/theater/where_resistance_dies-1
Die Performance »where resistance dies« stellt sich die Frage, ob eine Welt multipler Krisen sich auch auf eine dystopische Gesellschaft zubewegt. Viele Menschen fühlen angesichts von Gewalt, Krisen und Ängsten Machtlosigkeit und Überforderung. Ein Coping-Mechanismus, der ihnen sagt, sich nicht mehr mit den Themen auseinandersetzen zu wollen, nicht mehr über Politik reden zu wollen, sich nicht mehr täglich den Bildern der Gewalt und des Krieges auszusetzen, und nicht mehr die schwierigen und harten Dialoge führen zu wollen, setzt zunehmend ein. Man lenkt sich ab. Man lenkt sich ab mit Routinen, mit Aufgaben; und mit Drogen. Schlussendlich findet jeder eine Droge, die dafür sorgt, alles endlich einmal vergessen zu können. Und auch wenn dieser Wunsch, alles auszuschalten, verständlich ist, stellt sich die Frage: Verliert eine Gesellschaft damit den Kampf gegen die Gewalt und Terror? Was, wenn irgendwann das Aufbegehren gegen das Unrecht dem Vergessen durch den Rausch einer Droge unterliegt? Wenn die Möglichkeit besteht, sich immer in eine heile Welt zu flüchten, ist das nicht irgendwann verlockender, als zu kämpfen und sich aufzubäumen? Die Performer*innen durchleben live einen rauschähnlichen Zustand, und erschaffen kurzzeitig einen fast utopischen Ort, der im nächsten Moment wieder zusammenbricht; das Ende des Rausches, die Realisation der noch andauernden Gewalt; wieder ein Rausch, wieder Vergessen. Diese drei Phasen werden aufgegriffen, wobei die Zuschauer*innen quasi »hautnah« in die Gefühle in den verschiedenen Stadien mitgenommen werden. Die Performance wird von Live-Modular-Techno des Musikers Paul Tebbert begleitet. Die sich in Schleifen immer weiter aufdrehende rhythmische Musik, einem »Rausch« auf musikalischer Ebene vergleichbar, verstärkt die verschiedenen Phasen der Performance. Besetzung Konzept, Choreographie: Ferdinand Waltz, Musik: Paul Tebbert Text: Rabea Sene, Visuals: Lorenz Hohn, Performance: Chris Berger, Junias Schlenker, Philine Schütte, Katarina Zill, Maximilian Zschiesche Dramaturgie: Yoreme Waltz, Regieassistenz: Philine Schütte. Eine Produktion von Ferdinand Waltz in Koproduktion mit dem Werkraum e.V. Karlsruhe, gefördert durch das Kulturamt I Kulturbüro der Stadt Karlsruhe.
📍 Karlsruhe-Innenstadt productions performing arts